Oracle Espresso: Erste Einschätzungen zur Migration auf Oracle AI Database 26ai
Beim letzten Oracle Espresso im Januar drehte sich alles um eine aktuelle Frage aus der Community: Wer plant den Umstieg auf die neue Oracle AI Database 26ai – und aus welchen Gründen? Das Thema war besonders relevant, da die Version 26ai seit Januar auch für On-Premises-Installationen verfügbar ist.
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden in einer kurzen Umfrage nach ihren Migrationsplänen für die nächsten sechs Monate gefragt. Das Ergebnis zeigt ein klares Bild:
Die Mehrheit der Anwesenden möchte sich zwar mit der neuen Version beschäftigen, Produktionsmigrationen sind jedoch kurzfristig kaum geplant.
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18 % planen aktuell keine Migration.
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36 % möchten zunächst Testdatenbanken für einen Proof of Concept aufsetzen.
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45 % starten mit Test- und Entwicklungsumgebungen, planen aber keine Produktionsmigration innerhalb der nächsten sechs Monate.
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0 % gaben an, innerhalb der nächsten sechs Monate nach erfolgreichen Tests auch direkt Produktionsdatenbanken zu migrieren.
Die Diskussion zeigte deutlich: Die Community beobachtet die Entwicklung aufmerksam und beginnt mit ersten Tests, geht den Schritt Richtung Produktion jedoch bewusst vorsichtig an.
Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage waren die wichtigsten Gründe für eine Migration von Oracle 19c auf 26ai. Hier zeigte sich eine klare Priorisierung:
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83 % nannten Long-Term Support und Zukunftssicherheit als wichtigsten Treiber.
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33 % sehen Vorteile bei Security und Compliance.
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25 % interessieren sich besonders für AI- und Machine-Learning-Integration sowie Verbesserungen für Entwickler (z. B. JSON).
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17 % nannten moderne Entwicklungsansätze wie Property Graphs, Blockchain Tables, Microservices-fähige PL/SQL-Containerisierung oder REST-APIs.
Überraschend war, dass Aspekte wie Performance, Skalierbarkeit oder geringere Betriebskosten in dieser Runde keine Rolle spielten.
In der anschließenden Diskussion berichteten einige Teilnehmende auch von individuellen Herausforderungen rund um eine mögliche Migration – von technischen Abhängigkeiten bis hin zu organisatorischen Rahmenbedingungen.
Das Fazit des Treffens: Das Interesse an Oracle 26ai ist groß, der Fokus liegt derzeit jedoch klar auf Evaluation und Tests. Viele Teilnehmende sprachen sich dafür aus, das Thema in etwa sechs Monaten erneut im Oracle Espresso aufzugreifen, um zu sehen, welche Erfahrungen inzwischen mit lokalen 26ai-Datenbanken gesammelt wurden – und ob erste Produktionsmigrationen bevorstehen.
Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der direkte Dialog innerhalb der Community ist, wenn es um neue Technologien und deren praktische Einführung geht.

